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Mit der Bestattungsverfügung die Angehörigen entlasten

Mit der Bestattungsverfügung die Angehörigen entlasten

Keiner möchte sich gerne mit dem eigenen Tod auseinandersetzen. Aus diesem Grund ist selten bestimmt, was mit den sterblichen Überresten passieren soll. Ein Testament ist für viele selbstverständlich, aber eine Verfügung mit den Wünschen für die eigene Beerdigung schreiben die wenigsten. Dabei ist es für die Hinterbliebenen eine große Erleichterung, wenn sie genau wissen, wie sich der Verstorbene seine Beerdigung vorgestellt hat. Eine Bestattungsverfügung dokumentiert unabhängig von erbrechtlichen Folgen die Wünsche des Verstorbenen.
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Wie macht man das mit mehreren Personen in einem Grab?

Lieber Herr Wilhelm,

Vielen Dank, dass Sie diesen Bestatterblog betreiben, denn ich finde es wichtig, dass Fragen zu Sterben und Tod kompetent und ehrlich beantwortet werden, auch wenn die Fragen für „Otto-Normalsterblichen“ schräg oder pietätlos erscheinen würden…

Ich habe eine Frage, finde auf der Seite aber irgendwie nicht die Suchfunktion.

Es dauert ja viele Jahre, bis ein Sarg zerfällt und auch die Leiche vollständig verwest ist. Dass die großen Knochen meist übrigbleiben, weiß ich auch. Aber wie wird verfahren, wenn in einem Doppelgrab der zweite Sarg nur wenige Jahre nach der Beisetzung des ersten Sarges erfolgt? Wird der neue Sarg dann auf den alten obenauf gesetzt? Wird das Grab breiter ausgehoben, um den zweiten Sarg daneben zu platzieren? Das geht ja auf den meisten Friedhöfen aus Platzgründen gar nicht? Ich sehe auf Friedhöfen nämlich immer wieder bestattete Eheleute, bei denen eine relativ kurz nach dem Tod des anderen beigesetzt wurde und habe mich da oft gefragt, wie das eigentlich gemacht wird.

Für Ihre Antwort im Voraus schon mal herzlichen Dank!

Herzliche Grüße und ein schönes Pfingstwochenende,

Die Suchfunktion des Bestatterweblog finden Sie ganz oben in der Seitenleiste:
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Muss ein Mörder die Beerdigung seines Opfers bezahlen?

Bei uns hat einen Kindermord gegeben. Der Täter wurde gefasst. Das Fernsehen hat auch darüber berichtet. Der Mann wird ja wohl wegen Mordes veruteilt.
Das Kind ist inzwischen beigesetzt worden.
Nun haben wir uns darüber unterhalten, wer denn die Kosten für die Beerdigung bezahlt hat.
Muss das nicht eigentlich der Mörder tun? Irgendwie als Schadensersatz?
Sie müssen das doch wissen.

Müssen muss ich gar nix. Aber ich versuche gerne trotzdem eine Antwort:

Das Rechtsprinzip ist klar: Wer einem anderen einen Schaden zufügt, muss für diesen Schaden aufkommen.
Gegen viele solcher Schadensersatzansprüche kann man sich versichern. Solche Versicherungen (beispielsweise eine Haftpflichtversicherung) übernimmt die Regulierung aber nur dann, wenn der Schadensfall Gegenstand des Versicherungsvertrags ist und kein Vorsatz oder eine kriminelle Handlung zugrunde lag. Grob gesagt.
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Müssen wir für das Abräumen des Grabes bezahlen?

Meine Mutter wurde vom Friedhofsamt aufgefordert die Grabstätte ihrer Eltern zu räumen. Ihr wurde eine Frist von vier Wochen eingeräumt um dem nachzukommen. Nach der Frist müsste Sie die Kosten tragen und zwar 900 €. Meine Frage: Muss meine Mutter die Kosten für die „Grabräumung“ übernehmen sprich hat sie durch Erbschaft automatisch diese Pflicht übertragen bekommen ?

Bestattungen sind grundsätzlich Familienangelegenheit. Das bedeutet, dass sich die Familie um ihre Verstorbenen zu kümmern hat.
Ein Todesfall ist immer ein einschneidendes Ereignis, durch das sich innerhalb einer Familie viel bewegen und verändern kann.
So ein Ereignis kostet auch Geld.
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Muss ich als Bestatter mit lebenden Menschen sprechen?

Ich habe vielleicht eine etwas seltsame Frage zu dem Thema, oder vielleicht auch nicht. Wenn es bei dieser Thematik überhaupt seltsame Fragen gibt…
Mein eigentlicher Wunschberuf war „Sektions- und Präparationshelfer“, doch leider wurde dieser nicht in meiner Nähe ausgebildet, weshalb ich nun Heilerziehungspfleger geworden bin.
Ich überlege immer mal wieder, ob ich als Quereinsteiger vielleicht doch such mal in ein Bestattungsunternehmen gehen könnte.
Meine Frage ist allerdings, was ich dafür tatsächlich alles mitbringen müsste. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, die Leichen aufzubahren-auch egal in welchem Zustand sich diese Befinden; jedoch glaube ich, dass ich weniger Empathie habe, auch mit den Angehörigen umzugehen. In wie weit ist es denn möglich, in diesem Berufsfeld „lediglich“ für die Aufbahrung von Toten zuständig zu sein und weniger mit den Angehörigen sprechen zu müssen. Ist dies so überhaupt möglich, oder gehört der Kontakt zu Angehörigen immer dazu?

Nein, es gibt keine seltsamen Fragen, die mir noch nicht gestellt wurden. Ich glaube mittlerweile, dass mir alle denkbaren Fragen schon gestellt wurden.
Es gibt auch keine dummen Fragen. Wenn überhaupt, dann nerven mich Fragen, die schon x-mal beantwortet wurden und bei denen die Antwort leicht durch die Verwendung der Suchfunktion auf dieser Seite hätte gefunden werden können.

Das ist bei Deiner Frage aber nicht so.
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Darf mein Chef überhaupt ausbilden?

Ich mache zurzeit eine Ausbildung als Bestattungsfachkraft in einem sehr kleinen Betrieb (2 Aushilfen und 2 Azubis), mein Chef (der Ausbilder) ist geprüfter Bestatter aber keine Bestattungsfachkraft. Wir haben auch keine Fachkraft im Betrieb. Kann er als nicht Fachkraft überhaupt eine Ausbilden? Und wieviele darf er? Er möchte jetzt noch einen dritten Azubi holen.

Es gibt Handwerke, in denen die Handwerksordnung vorschreibt, dass nur ein Meister ausbilden darf.
Der Beruf des Bestatters ist aber nur ein handwerksähnlicher Beruf, der in der Rolle B der Handwerkskammern eingetragen wird.
Nur die Betriebe aus Rolle A haben meiner Meinung nach einen Meisterzwang.

Will nun jemand aus einem nicht meisterpflichtigen Berufszweig (was beispielsweise auch für alle kaufmännischen Berufe gilt) Auszubildende ausbilden, dann muss er die Ausbildereignung nachweisen (s.u.). Die Ausbildereignung überprüft die zuständige Kammer. Je nach Berufszweig kann das die IHK oder die Handwerkskammer (HWK) sein.
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